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Frau Müller und Dombrowskis online-Inserate.

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Eigentlich sind die beiden Telefonanrufe nur deshalb außergewöhnlich und bemerkenswert, weil sie beinahe Dombrowskis Leben durcheinandergebracht und ihn zu einem Gefangenen gemacht hätten:

Auf zwei online-Plattformen hatte Dombrowski unabhängig voneinander zwei Inserate gepostet. Im ersten Inserat suchte er eine Haushaltshilfe, die ihm wöchentlich oder alle vierzehn Tage hilft, seinen Junggesellenhaushalt auf Vordermann zu bringen. Kurz und gut: Dombrowski suchte eine Putze, die bei ihm wischt und abstaubt. Nicht mehr - und nicht weniger! Dombrowskis Absicht war klar und deutlich in der Anzeige formuliert, obwohl er nicht den abwertenden Begriff "Putzfrau", sondern das schönere "Raumpflegerin und Haushaltshilfe" benutzte.

Ebenso klar und deutlich war eigentlich auch der Text der zweiten online-Anzeige: Darin suchte Dombrowski, begrenzt auf den Raum Berlin, eine Mitspielerin oder einen Mitspieler für seine wöchentliche Skat-Gruppe. Zwar war sein Freizeitverhalten auch ohne Skat nicht langweilig, aber ab und zu mal neue Leute kennenlernen und gleichzeitig das Gehirn trainieren, hat ja auch etwas für sich. Gutgläubig und naiv wie Dombrowski unter Umständen ist, gab er in beiden Inseraten auch seine Telefonnummern an und wartete auf Resonanz.

Die Resonanz auf das erste Inserat kam nahezu sofort.

„Hier ist Frau Müller, auch ich bin…

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