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Von: Der Semnone

Das Orakel

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" Nein" Gunhilds Stimme ist ruhig aber bestimmt " der Junge ist noch viel zu klein".. Ich bin kein Junge ich bin ein Mann" schreit Gerfried der die Unterhaltung vom Zwischengang des Hauses mit angehört hatte. Mit wucht schmeisst er die, mit grob bearbeiteten Bretten und einem geschwungenden Ast als Griff verzierte, Tür zu. Langsamm dreht Bernulf seinen Kopft zu Gunhild. Der Schein des Feuers in der Mitte des Raumes erhellt sein mit Narben bedecktes Gesicht. " Ich nehme ihn doch auch immer zur Jagt mit "... " Das kannst du nicht vergleichen, so eine weite Reise, Friesland ist seit Monden von den Römern besetzt und die Langbärte haben Streit mit den Sachsen ".. " mit den Sachsen komme ich schon klar "  wirft Bernulf ein. Er schaut sich langsamm um. Der Wohnraum des germanischen Langhauses wirkt gespenstisch im dem Licht des Feuers. Die Ständerbalken die das reetgedeckte Dach halten sind grob von ihrer Rinde befreit. Dahinter sind auf einem Podest Fälle und Decken ausgebreitet. " Ich würde auch lieber hier bleiben" sagt er leise. Gunhild trocknet sich die Hände an ihrer Schürze ab. " Ich werde die Ahnen befragen, ihr könnt nicht los ohne ihren Rat". 

Gerfried ist inzwischen hinter das Haus auf die Weide gerannt. Die Pferde heben interessiert die Köpfe. Er geht zu dem kleinsten " du weisst das ich das kann Sigerich " das Pferd legt schnaubend seinen Kopf in Gerfrieds Arm. Er ist zwar erst 14 aber er begleitete seinen Vater schon seit einigen Monden mit auf die Jagt und er ist, in seinem Alter, der beste im Stamm beim Speer werfen. " Ich habe gehört dein Vater will dich mitnehmen? "  Gerfried dreht seinen Kopf " Hardgar ! ..meine Mutter will das nicht, aber ich werd mitgehen ob sie will oder nicht " Gerfrieds Stimme klingt entschlossen.

 

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